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Aus einfachen Dingen wie Moos, etwas Erde und einem Einmachglas kannst Du ganz schnell ein eigenes kleines Ökosystem aus Pflanzen erschaffen, das vielleicht sogar mehrere Jahre überleben kann!

Was du dafür brauchst

Für Dein ewiges Pflanzenterrarium brauchst Du ein Glas, das man luftdicht verschließen kann (z.B. ein Marmeladenglas), eine Sprühflasche mit Wasser, ein Pappkarton, eine Gartenschaufel, Küchentuch, Kieselsteine, Erde, kleine Pflanzen aus dem Wald oder Garten (z.B. Moos und Klee) und Steine und Stöcke zur Dekoration

Durchführung

Geh in den Wald oder in Deinen Garten mit einem Pappkarton und einer Gartenschaufel. Dort sammelst Du nun alles, was Du in Dein kleines Terrarium tun möchtest, das heißt: Walderde, Moos, kleine Pflanzen, Steine, Stöcke oder Borke vom Baum. Wenn Du Glück hast beim Ausbuddeln der Pflanzen, findest Du einen Regenwurm. Der kann ebenfalls in Dein Terrarium einziehen und hilft sogar, dass die Erde immer frisch bleibt.

Als Nächstes nimmst du ein Glas, das groß genug und mit einem Deckel verschließbar ist, und reinigst es erstmal von innen mit Wasser. Nun nimmst Du etwas von den kleinen Kieselsteinen und legst sie vorsichtig als unterste Schicht in Dein Glas. Darüber verstreust Du die Walderde. Jetzt kannst Du das Terrarium nach Deinem Geschmack mit Pflanzen, Steinen und Ästen gestalten. Achte darauf, dass Du die Pflanzen gut in die Erde einpflanzt. Wenn Du einen Regenwurm hast, lege ihn vorsichtig in das Glas auf die Erde. Dann besprühst Du die Erde und Pflanzen mit einer Sprühflasche an, sodass alles gleichmäßig befeuchtet ist (es darf aber nicht zu nass werden!). Wische mit einem Küchentuch die Innenseite des Glas trocken. Als letzten Schritt verschließt Du das Glas mit einen Deckel und platziert es an einen Ort, wo es ausreichend Licht gibt, z.B. auf der Fensterbank.

Jetzt heißt es abwarten. Beobachte das Terrarium regelmäßig und aufmerksam. Wie entwickelt es sich? Überleben die Pflanzen? Was passiert mit dem Wasser? Wenn Du Glück hast, kann Dein kleines Terrarium sogar lange Zeit überleben!

Was zu beachten ist

Achte darauf, dass Du die Pflanzen nur von Orten ausgräbst, wo es auch erlaubt ist. Es eignen sich vor allem Pflanzen, die an schattigen Stellen mit feuchtem Boden wachsen.

Falls Du merkst, dass die Erde im Terrarium trocken wird, öffne kurz das Glas und besprühe es nochmal mit etwas Wasser. Es kann nämlich sein, dass der Deckel das Glas nicht vollständig verschließt, wodurch das Wasser nach außen verdunstet.

Wie funktioniert das?

Das von Dir gebaute Terrarium stellt ein winziges Ökosystem im Glas dar. Wie auch auf unserem Planeten, herrscht in diesem Terrarium ein geschlossener Kreislauf, in dem die Pflanzen, das Wasser, die Erde und Tiere zusammenarbeiten. Dadurch kann ein ganzes System aufblühen und gedeihen. Die Pflanzen nutzen ihre Wurzeln, um das Wasser in der Erde aufzunehmen und für ihren Stoffwechsel zu nutzen. Später verdunstet das von ihnen aufgenommene Wasser über ihre Blätter durch die Poren (auch Stomata genannt). Dieser Vorgang wird auch als Transpiration bezeichnet. Das verdunstete Wasser sammelt sich an der Glasscheibe an und fällt wie Regen runter auf die Erde, was wiederum von den Wurzeln aufgenommen werden kann.

Pflanzen betreiben Photosynthese. Das bedeutet, dass sie Wasser, Kohlenstoffdioxid und Nährstoffe aufnehmen, um Zucker, also Energie, mithilfe von Sonnenlicht für sich selber zum Wachsen herzustellen. Als „Abfallprodukt“ entsteht Sauerstoff, der über die Blätter abgegeben wird. In Deinem Terrarium nehmen sich die Pflanzen das Kohlenstoffdioxid aus der Luft, das von winzigen Mikroorganismen, wie zum Beispiel Bakterien in der Erde, und Deinem Regenwurm gebildet wird. Die kleinen Lebewesen nutzen den von den Pflanzen gebildeten Sauerstoff und zersetzen alte Pflanzenreste zu Erde. Dabei atmen sie Kohlenstoffdioxid aus, was von den Pflanzen zur Photosynthese genutzt wird. Durch diesen Vorgang entsteht ein sich immer wiederholender Kreislauf.

Wo begegnet Dir ein solcher Kreislauf?

Ganz einfach: überall! Unser gesamtes Ökosystem kann nur funktionieren, weil alle Lebewesen zusammen harmonisch arbeiten und voneinander abhängig sind. Alle Endprodukte, die von einem Lebewesen ausgeschieden werden, werden woanders wieder aufgenommen und wiederverwertet. Das kann man mit Recycling vergleichen.

Denkaufgabe

Nun ist aber die Frage, was passieren würde, wenn ein „Mitspieler“ aus dem Ökosystem genommen wird? Was würde zum Beispiel passieren, wenn es kein Sonnenlicht oder keine Mikroorganismen mehr gibt? Wird es dann immer noch einen Kreislauf geben?