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Mit diesem einfachen Experiment kannst du ganz leicht feststellen, ob die Seifen zuhause auch gut für die Haut sind oder wie sauer das Wasser mit einer Brausetablette wird.

Was du dafür brauchst

Blaukraut (auch Rotkohl genannt), Messer, Wasser, Kochkopf, Herdplatte, Erlenmeyerkolben (oder ein Glasgefäß), Reagenzgläser (oder einfache kleine Gläser) und natürlich die Testsubstanzen (z.B. Backpulver, Seife, Spülmittel, Zitronensaft, Essig und alles was du testen möchtest!)

Was musst du beachten?

Bei manchen Testsubstanzen, wie Seife oder Brausetabletten, solltest du diese vorher in Wasser lösen, um einen besseren Farbumschlag zu sehen. Die Blaukrautlösung (auch Indikatorlösung genannt) sollte nicht zu dunkel sein, daher einfach mit Wasser verdünnen wenn es nötig ist.

Wie funktioniert das?

Der Rotkohl hat seine tolle Farbe von einem Farbstoff der Anthocyan heißt. Dieser Farbstoff ändert je nach Säuregehalt der Flüssigkeit seine Farbe. Solche Farbstoffe nennt man pH-Indikatoren. Der Rotkohlsaft ist also eine Indikatorlösung und zeigt euch den pH-Wert einer Lösung an. Der pH-Wert ist somit ein Maß dafür, wie sauer eine Lösung ist. Wasser hat einen pH-Wert von 7 und ist damit neutral und angenehm zum trinken. Ein niedrigerer pH-Wert bedeutet die Lösung ist sauer, ein höherer pH-Wert sagt dir, dass die Lösung basisch ist.

pH-Wert im Alltag

Sauer oder basisch heißt nicht gut oder schlecht, es kommt dabei immer darauf an, dass der richtige pH-Wert in der richtigen Umgebung vorliegt. Deine Haut ist zum Beispiel leicht sauer (pH-Wert ca. 5) um Bakterien abtöten zu können (auch „Säureschutzmantel der Haut“ genannt). Wenn du also eine Seife benutzt die zu basisch ist kann es deinen natürlichen Schutz zerstören, daher empfiehlt es sich hautneutrale Seife zu benutzten.

Die Farbe des Rotkohls/Blaukrauts den du im Supermarkt kauft, gibt dir an ob der Boden in dem der Kohl wuchs eher basisch oder eher sauer war. Im saueren Boden nimmt der Kohl eher eine rote Farbe an, bei basischem Boden erscheint der Kohl bläulich. Allerdings ist die Bezeichnung Blaukraut oder Rotkohl von der Zubereitung des Kohls abhängig, so ist beim Kochen mit Essig der Kohl rötlich und wird somit Rotkohl genannt.